Um den Produktionsprozess effizienter zu steuern, greifen die Akteure der Industrie heute auf das digitale visuelle Management zurück. Dieser Ansatz ermöglicht es, Regeln einzuhalten und gibt jedem die Möglichkeit, bei Fehlfunktionen einzugreifen – unabhängig von seiner Position in der hierarchischen Linie.
Warum das visuelle Management digitalisieren?
Verlorene Informationen, hoher Zeitaufwand, sinkende Motivation, verlorene oder unverkäufliche Waren … all dies sind Faktoren, die der Rentabilität einer Fabrik schaden. Um diesen unproduktiven Kreislauf zu durchbrechen, hat sich die Industrie dafür entschieden, ein visuelles Management einzuführen, das insbesondere vom Mind Mapping inspiriert ist. Diese „Gedankenkarte“ ermöglicht es, alle Fragen, Überlegungen und Vorschläge zu einem bestimmten Thema in einer organigrammartigen Visualisierung zu bündeln – ähnlich dem Gantt-Diagramm. Diese Art der Darstellung erlaubt es, Ihre Anforderungen in Form von Schlüsselwörtern und Themen zu strukturieren. So wird es möglich, die Struktur Ihrer Produktionskette von potenziellen Lieferanten bis hin zur Bestandsaufnahme möglicher Materialien abzubilden und gleichzeitig einen Gesamtüberblick über die Finanzierung zu behalten.
Das digitale visuelle Management ist vor allem bei der internen Aktualisierung von Informationen von großem Nutzen. Genau das macht es zu einem äußerst effektiven Werkzeug für Industrieunternehmen. Mit dieser Art des Managements bewegen wir uns in Richtung Industrie 5.0.
Diese neue Form der Kommunikation übernimmt die Rolle des klassischen visuellen Managements. Daten sind nun digitalisiert und von jedem vernetzten Bildschirm aus zugänglich – sowohl in der Produktion als auch in den Büros, in jeder Phase des Produktionsprozesses und in Echtzeit. Tritt ein Problem auf, ist es für alle im Dashboard mit sämtlichen Kennzahlen sichtbar. Die Unmittelbarkeit dieser Information beschleunigt die Ausarbeitung eines Aktionsplans zur Lösungsfindung. Dieser kann anschließend auf allen Ebenen umgesetzt werden, bis das Problem behoben ist. Um ein Projekt für digitales visuelles Management umzusetzen, ist es von Vorteil, bereits visuelles Management zu praktizieren.
Wie setzt man digitales visuelles Management um?
Eine der Leitideen des visuellen Managements besteht darin, jeder Arbeitseinheit und jedem Beteiligten eines Prozesses mehr Autonomie zu geben, um die Effizienz zu steigern. Klare Kennzahlen ermöglichen es jeder Position, vorauszudenken und schnell sowie sinnvoll zu reagieren. Die Digitalisierung des visuellen Managements wirkt sich naturgemäß auf die Personalressourcen aus. Um einen digitalen Übergang zu vollziehen, ohne die Teams zu destabilisieren, empfehlen wir, zunächst einen Test in einem klar abgegrenzten Bereich der Werkstatt durchzuführen, um Erfahrungen zu sammeln und zwischen relevanten und unproduktiven Ideen zu unterscheiden.
SESA SYSTEMS begleitet Sie in der POC-Phase (Proof of Concept), bevor Ihr digitales visuelles Management auf den gesamten Prozess ausgeweitet wird. Das Feedback aus der Praxis ist im Vorfeld einer flächendeckenden Anwendung von großem Wert.
Unterstützt durch die Methodik und die Werkzeuge von Sesa Systems kann Ihr Team:
- die Ziele sorgfältig erfassen
- die einzuführenden Kennzahlen priorisieren
- den Übersichtsbildschirm konfigurieren, mit oder ohne Touch-Funktion
Dies ermöglicht es all Ihren Mitarbeitenden, unter optimalen Bedingungen, im Teamgeist zu arbeiten und so Ihre Leistungskultur nachhaltig zu erhalten.
Visuelles Management: der Werkzeugkasten des Lean
Visuelles Management ist genetisch mit dem Lean-System verbunden. Diese Managementmethode zielt darauf ab, sich möglichst genau an der Kundennachfrage zu orientieren und gleichzeitig Verluste zu minimieren. Die Einführung von Lean Manufacturing verbessert kontinuierlich die Prozesse, indem sie die Mitarbeitenden qualitativ einbindet und die Kosten begrenzt.
Die 5S-Methode ist ein fester Bestandteil des Lean-Manufacturing-Prozesses. Sie umfasst:
- Unnötiges vom Zweckmäßigen trennen
- mit höchster Effizienz aufräumen (ein Platz für alles und alles an seinem Platz)
- ständig auf Sauberkeit in den Arbeitsbereichen achten
- alles in Ordnung halten, sobald die drei vorherigen Punkte erreicht sind
- dem Begriff Disziplin einen zentralen Stellenwert geben.
Visuelles Management: schlüsselfertige und effiziente Werkzeuge
Durch Konsequenz und Klarheit der vermittelten Informationen kann das digitale visuelle Management sein volles Potenzial entfalten. Damit der Ansatz die erwarteten Ergebnisse liefert, ist es unerlässlich, die Bildschirme zu betreuen, zu steuern und mit Daten zu versorgen. Sind die Informationswände nicht aktuell, kommt nichts voran. Daher müssen Teams und Beteiligte begleitet werden, damit sie sich das Werkzeug aneignen können. Die im Rahmen einer Strategie des visuellen Managements eingesetzten Werkzeuge müssen die Unternehmenswerte mit der menschlichen Sensibilität verbinden, um Harmonie in den Aufgaben und Produktivität im Team sicherzustellen. Der von SESA SYSTEMS vorgeschlagene Ansatz der kontinuierlichen Verbesserung integriert all diese Elemente.
Digitales visuelles Management öffnet die Tür zu umfassender Informationstransparenz. Dank seiner Umsetzung weiß jeder Beteiligte mit einem einzigen Blick und an jedem neuralgischen Punkt, wo das Team im Prozess steht, und kann somit aktiv zur Zielerreichung beitragen. In Bezug auf die Motivation ist diese Möglichkeit zur Mitwirkung entscheidend. Sie ist umso wertvoller, als digitales visuelles Management viele zeitaufwendige Berichte und den damit verbundenen Zeitverlust vermeidet. Somit ist digitales visuelles Management ein integraler Bestandteil der Fabrik der Zukunft.




